Auch in diesem Jahr nahmen Schüler:innen der Hertha Firnberg Schulen am internationalen Treffen des Relais de la Mémoire Junior teil – diesmal in der Region Île-de-France. Organisiert wurde die eindrucksvolle Begegnung vom Lycée Molière in Paris sowie dem Lycée Notre-Dame de la Providence in Vincennes.
Gemeinsam mit Delegationen aus verschiedenen Ländern erwartete unsere Teilnehmer:innen ein vielseitiges und intensives Programm, das ganz im Zeichen des Erinnerns, des Austauschs und der gemeinsamen Verantwortung stand. Besonders engagiert zeigten sich unsere Schüler:innen aus dem Ausbildungsschwerpunkt Politische Bildung: Sie arbeiteten vor Ort weiter an ihrer selbst entwickelten Website und präsentierten in Paris eine eigene Plattform für aktuelle Nachrichten – ein beeindruckendes Beispiel für kritisches Denken und internationale Zusammenarbeit.
Zu den emotional bewegendsten Programmpunkten zählten die Gespräche mit Zeitzeug:innen sowie eine musikalische Interpretation der Gedichte von Yvette Farnoux. Diese Momente machten Geschichte auf besondere Weise erfahrbar und hinterließen bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.
Auch die Besuche bedeutender Erinnerungsorte in Paris trugen zur intensiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bei. Das Mémorial des Martyrs de la Déportation auf der Île de la Cité sowie der Friedhof Père Lachaise mit seinen 14 Gedenkstätten der Konzentrationslager boten eindrucksvolle Gelegenheiten zum Innehalten, Reflektieren und gemeinsamen Gedenken.
Ein zentraler Programmpunkt war zudem die Wahl des neuen Jahresthemas:
„Das Verschwinden von Zeug:innen – eine Frage des Gedächtnisses“
Ein Thema, das die Bedeutung von Erinnerungskultur in einer Zeit ohne Zeitzeug:innen besonders hervorhebt und zur weiteren Auseinandersetzung anregt.
Kulturell bereichert wurde das Treffen durch ein Klavierkonzert von Catherine Kautsky sowie kreative Kunstateliers, in denen die Teilnehmer:innen ihre Eindrücke künstlerisch verarbeiten konnten.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Sonntag in Paris, an dem die Schüler:innen mit zahlreichen neuen Eindrücken, Perspektiven und internationalen Begegnungen im Gepäck ihre Reise ausklingen ließen.
Das Relais de la Mémoire Junior 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, historisches Bewusstsein und aktives Erinnern für junge Menschen sind – und wie wertvoll solche Begegnungen für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung sein können.







