Haargummis, Handtaschen und sogar ein Jiu-Jitsu-Gürtel in Orange: Die Schüler:innen und Lehrkräfte der Hertha Firnberg Schulen (HFS) setzen keine neuen Trends, sondern einen Akzent gegen geschlechterbasierte Gewalt.
Die #FirnbergCommunity signalisiere im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“: „Wir schauen nicht weg. Wir stehen für Respekt, für Sicherheit und für ein Leben ohne Angst,“ so die Schülerin Samara Baldwin aus dem 2. Jahrgang bei der Versammlung der schulinternen Equality Ambassadors am 10. Dezember 2025. Maturantin Zoe Kantner ergänzt: „Wenn man Gewalt an Frauen beobachtet oder klare Hinweise dafür hat, kann und muss man helfen.“
Körpersprache und Geschlechterrollen
Ab 25. November machen die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ jährlich auf das weltweite Menschenrechtsproblem aufmerksam. Doch was kann eine Schule dagegen tun? Das Equality Team der HFS organisiert in diesem Zeitraum zwei Angebote. Schüler:innen der dritten Klassen arbeiten im Selbstverteidigungs-Workshop mit Polizistin Nadine Baar an ihrer Körpersprache, um Präsenz auszudrücken. 2HMA und 2HMB setzen bei der Wurzel des Problems an und lernen im „Heartcore“-Workshop von Bakhti, wie sie in verschiedenen Geschlechterrollen gewaltfrei miteinander auskommen und leben können.
„Respekt, Offenheit und Miteinander“
Direktorin Ulrike Zwinger betont, dass an den HFS Gewalt keinen Platz habe: „Wir setzen auf Respekt, Offenheit und ein Miteinander. Konflikte gehören dazu – entscheidend ist, wie wir damit umgehen: Gemeinsam arbeiten wir daran, sie fair auszutragen, Probleme sofort anzusprechen und Lösungen zu finden.“ Die Auseinandersetzung mit Gewalt und das Engagement für Gewaltfreiheit seien Schulkultur.
Europäischer Geist und internationale Ausrichtung
Die französische Botschaft in Wien lud deshalb Schüler:innen und Lehrer:innen der HFS zur Diskussion ein. Gemeinsam mit Expert:innen wie Katharina Kräftner (UN Women Austria) gingen sie der Frage nach, wie Jugendliche für geschlechterbasierte Gewalt sensibilisiert werden können.

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